Meine Suppe eß ich nicht

Meine Suppe eß ich nicht, schüttelte die Prinzessin ihren Kopf und schob den Löffel weg. Ein Stöhnen ging durch die Tischgesellschaft. Die Mutter des Landgrafen runzelte missbilligend die Stirn und zischte ihren Sohn an: Ruf sie zur Ordnung. Doch der saß seelenruhig in der Mitte der Tafel und hielt die Prinzessin – pardon die Landgräfin, denn sie hatten jüngst geheiratet – bei der Hand. Er wusste, warum sie nicht essen wollte. Auch die gesamte Hofgesellschaft hoch oben auf der Wartburg wusste, dass Prinzessin Elisabeth keineswegs mäkelte.
Vielmehr fragte sie bei jedem Gericht: Woher kommt es? Weiterlesen

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Elisabeth: Gerecht essen

Wie sollen wir essen?
Es war einmal eine Königstochter, die lebte mit ihrem Prinzen auf einer hohen Burg. Sie liebten sich inniglich, und wenn sie zum Essen in den Saal schritten, hielten sie sich bei der Hand.
Als alle bei Tisch saßen, sprach der Graf das Dankgebet, und die Schüsseln wurde aufgetragen: Gerstenmus, dampfende Gemüsesuppe und süßer Hirsebrei. Weiterlesen

Elisabeth: die Menschen froh machen

Die Welt verbessern kann ziemlich anstrengend sein. Auch für die „Objekte“ des Bemühens. Sie werden oft nicht einmal nach ihren Vorstellungen gefragt. So mancher Versuch wurde zur Zwangsbeglückung und hat Kleingeist und Bespitzelung kultiviert. Inquisitoren und Gotteskrieger glauben, dass sie Gottes Willen erfüllen. Ob sie die Menschen damit erfreuen, das fragen sie sich nie. Darum geht es ihnen nicht. Sie reißen lieber sich und andere in den Tod.
Im Mai 2007  hatten wir in der Jacobikirche die Wanderausstellung über Elisabeth von Thüringen zu Gast. Elisabeths Beispiel hat über die Jahrhunderte hinweg immer wieder Menschen inspiriert. Weiterlesen