Marias Hausgemeinde hilft Ausbrecher zur Flucht

Die Macht rasselt mit dem Säbel. Das tut sie gern. Und so lange, wie sich kein Widerstand regt. Sie testet aus, wie weit sie gehen kann. Herodes Agrippa I, Enkel von König Herodes, statuiert ein Exempel. Er greift sich Jacobus heraus, unseren Kirchenpatron. Weiterlesen

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Kain und Abel – die Familie der zerbrochenen Träume

Blut ist doch dicker als Wasser, fuhr es Abel noch erstaunt durch den Kopf. Da traf ihn der Schlag auf den Kopf und er brach zusammen. Aber es war keineswegs dicker. Ein dünnes Rinnsal floß aus seinem Kopf und versickerte im Acker.
Es war das einzige, was von dem Toten blieb. Niemand hatte die Tat gesehen. Niemand konnte etwas beweisen. Gott war der einzige Zeuge. Und nur Gott hörte, wie das Blut zum Himmel schrie.

Traurig geht es in dieser Familie zu. Der Ältere schlägt den Jüngeren. Weiterlesen

Johannis: Zacharias und Elisabeth bekommen ein Kind

Warum feiern wir Johannistag und was ist das? Wir wollen es euch erzählen. Es geht mit einem Liebespaar los. Elisabeth und Zacharias sind schon sehr lange zusammen. So lange, daß sie zusammen alt geworden sind. Und sie lieben sich innig. Nach so vielen Jahren kannten Elisabeth und Zacharias einander in- und auswendig. Sie ertrugen ihre Macken. Sie unterstützten sich gegenseitig. Und in der letzten Zeit kam es öfter vor, daß sie einander stützen mußten. Ja, sie wurden langsam alt, und sie waren glücklich miteinander. Weiterlesen

17. Juni 1953 und die Normerhöhungen in Ägypten

Ein 9-jähriger Junge schreibt auf, was er am 17. Juni 1953 in Sangerhausen erlebt hat.* Der Junge heißt Einar Schleef. Er wird malen, fotografieren, Stücke schreiben, inszenieren, anecken, die DDR verlassen und doch zeitlebens an Sangerhausen kleben. Mit dem 17. Juni 1953 beginnt er, Tagebuch zu schreiben. Der 17. Juni gräbt sich tief in den 9-jährigen ein und wird zum Schlüsselerlebnis, das er mehrfach wiederholt und noch Jahrzehnte später ergänzt, umarbeitet, nebeneinanderstellt.
Wer später im Osten „1953“ sagte, dachte vieles mit, was in den Monaten und Wochen drumherum passierte. Weiterlesen

Pfingsten: Der Traum von Martin Luther King

Seht, der Träumer kommt daher. Solche Worte können auf dem Schulhof ein Todesurteil sein. Ein Junge, der lieber träumt, als sich mit Kraftausdrücken hervorzutun oder mit Fußballbegeisterung, kann es sehr schwer haben und ist manchmal verdammt allein. Seht, der Träumer kommt daher. Diese Worte bezeichnen tatsächlich einen Todesort. Und sie waren das Todesurteil für Josef in der Bibel. Weiterlesen

Vom Himmel steigt Brot

Das Mädchen lächelte selig, als sie die Augen aufschlug. Dann kniff sie sich dreimal in den Arm, setzte sich verwundert auf und blicke fest hinüber zum Tempel. Nein, der Tempel war nicht verschwunden. Und ja, es duftete tatsächlich nach einem geöffneten Backofen. Dann hatte sie nicht nur geträumt wie so oft in den letzten Wochen. Ihre Träume drehten sich nur noch ums Essen. Einmal stand sie vor einem Backofen voller Brot. Knuspriges, duftendes, dunkles Brot.
Aufgewacht war sie natürlich mit knurrendem Magen. Und auch ihr kleiner Bruder neben ihr hatte vor Hunger immer öfter geweint. Dann erzählte sie ihm von dem Brot. Manchmal schlief er dabei ein. Weiterlesen