Mechthild von Magdeburg und das Älterwerden

Mechthild von Magdeburg war eine kranke Frau, als sie im Kloster Helfta aufgenommen wurde. In Magdeburg hatte sie in einer Beginengemeinschaft gelebt. Das war eine Wohn-, Arbeits- und geistliche Gemeinschaft von Frauen. Anders als im Kloster legten sie kein Gelübde ab und wählten ihre Beichtväter selbst. Weiterlesen

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Vom Himmel steigt Brot

Das Mädchen lächelte selig, als sie die Augen aufschlug. Dann kniff sie sich dreimal in den Arm, setzte sich verwundert auf und blicke fest hinüber zum Tempel. Nein, der Tempel war nicht verschwunden. Und ja, es duftete tatsächlich nach einem geöffneten Backofen. Dann hatte sie nicht nur geträumt wie so oft in den letzten Wochen. Ihre Träume drehten sich nur noch ums Essen. Einmal stand sie vor einem Backofen voller Brot. Knuspriges, duftendes, dunkles Brot.
Aufgewacht war sie natürlich mit knurrendem Magen. Und auch ihr kleiner Bruder neben ihr hatte vor Hunger immer öfter geweint. Dann erzählte sie ihm von dem Brot. Manchmal schlief er dabei ein. Weiterlesen

Heiligabend: die Hebamme

Die Hebamme hat Bereitschaftsdienst. Ein Baby kann jederzeit kommen, zwei Wochen zu früh oder zehn Tage nach dem Termin. Es richtet sich nicht nach Schichtplänen oder freien Wochenenden. Ein Kind kommt genau dann, wenn seine Zeit da ist. Dann will es geboren werden, und dann muss sie da sein. Eine Hebamme ist immer im Dienst. Weiterlesen

Syrien-Rundschau

Rekordverschuldung: 10.000 Talente! Land bankrott. Drohen nun Praktiken wie in Alexandria?
Solche Sorgen haben Gemeindemitglieder umgetrieben, an die das Matthäusevangelium gerichtet war. Die Bibelwoche 2017 beschäftigt sich mit dem Matthäusevangelium. Die fiktive „Syrien-Rundschau“ wirft einen Blick auf die sozialgeschichtlichen Hintergründe. Weiterlesen

Jutta verläßt die Familie

Hier in der Ulrichkirche fing alles an mit Jutta von Sangerhausen. 800 Jahre ist das jetzt her. Ich stelle mir vor, wie die Kirche damals aussah. 100 Jahre stand sie ja schon. Die mächtigen Mauern überragten die Holzhütten und Lehmhäuser, aus denen Sangerhausen damals bestand. Dicke steinerne Mauern hatten Bestand für die Ewigkeit. Sie versprachen den Menschen Schutz und Stärke in Zeiten, in denen ein Funke leicht die strohernen Dächer wie Zunder entflammen und die ganze Stadt in Schutt und Asche legen konnte. Weiterlesen

Demut ??

„Ich sitze im Wohnzimmer mit meiner Freundin. Wir erzählen und trinken ein Glas Wein. Mein Mann kommt von der Arbeit. Er grüßt mich, starrt mich an und schlägt mich ins Gesicht. Ich blute aus der Nase. Der Schmerz dröhnt, dumpf und pochend. Mein Mann ist mir plötzlich unheimlich. Warum demütigt er mich so? Weiterlesen

Emerentia geht zur Schule

Vielleicht war die 8-jährige  Emerentia dabei, als die neue Mädchenschule eingeweiht wurde, im Jahr 1582. Der komplette Stadtrat, die Eltern und alle Schülerinnen trafen sich in der Jacobikirche zum Gottesdienst. Superintendent Seidler hielt eine lange Predigt. Dann zogen alle mit der Lehrerin – der Mädchenschulmeisterin – zur neuen Schule und hatten ihre erste Stunde: Religion. Die Mädchenschulmeisterin nahm die 10 Gebote durch. Viele konnten sie fehlerfrei aufsagen, denn sie hatten sie schon  in der alten Schule gelernt. Das zweite Fach war Lesen. Mehr Fächer gab es für Mädchen nicht. Nur die Jungs durften auch schreiben, rechnen und Latein lernen.

Ehemalige Mädchenschule in Sangerhausen
Ehemalige Mädchenschule in Sangerhausen

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