queerpredigen

Die Bibel gegen den gewohnten Strich lesen – queer, feministisch, sozialgeschichtlich?  Die gehaltenen und ungehaltenen Predigten auf dieser Seite versuchen es. Über das Menü (rechts oben) gelangen Sie auf die einzelnen Seiten.
Außerdem für alle Geschichtsinteressierte: die Steine in der Kirche können tatsächlich predigen ! Die Spielszenen (z.B. über verfolgte Täufer:innen der Reformationszeit) geben einen Eindruck von solchen Gottesdiensten.

Viel Spaß beim Stöbern, Verwenden und Weiterdenken!
Margot Runge

Hier finden Sie eine Übersicht für das gesamte Kirchenjahr . Predigten zu Himmelfahrt, Pfingsten und Trinitatis finden Sie hier.

Pride-Monat

Liebe tut der Seele gut. Mit diesem Motto ist die Berliner Kirche seit ein paar Jahren auf dem CSD in der Hauptstadt dabei. Mitten in Europa werden Pride-Paraden verboten oder aufgelöst. Queere Menschen werden herabgewürdigt und angegriffen. Kein einziges Recht, das Queers bei uns und anderswo haben, ist von selbst vom Himmel gefallen. Die Älteren können erzählen, wie jeder noch so winzige Fortschritt zäh und mühsam erkämpft werden musste und wie viele Rückschläge es dabei gab. Andacht lesen

 

Liebe Teilen

(1. Sonntag nach Trinitatis) Julia sucht Romeo, Tristan verliebt sich in Isolde. Liebende überwinden Grenzen. Sie nehmen Übermenschliches in Kauf, entfalten Kräfte, trotzen Bedrohung und Gefahren. Ihr Herz klopft und springt und zieht sie über sich selbst hinaus. Was sie fühlen, wirbelt sie durcheinander, euphorisiert sie, wirft sie um. Sie spüren, daß das nicht alltäglich ist und daß es in ihnen etwas auslöst, was kostbar, ja göttlich ist. So drückt es auch die Bibel aus: Gott ist Liebe und alle, die in der Liebe bleiben, bleiben in Gott und Gott bleibt in ihnen. Predigt lesen

 

Lazarus: Die Armen werden sichtbar

(1. Sonntag nach Trinitatis) Armut ist nicht sichtbar. Die Frau, die auf der Bank vor der Kirche die Sonnenstrahlen genießt, hat sich sorgfältig geschminkt. Niemand soll auf die Idee kommen, daß sie sich am Ende des Monats bei der Tafel anstellen wird, weil das Geld nicht mehr für das Essen reicht. Auch Reisegruppen werden eher die Schokoladenseiten eines Landes vorgeführt. Die Einkaufsstraßen sind fein herausgeputzt, Sehenswürdigkeiten liegen selten in den staubigen Vorstädten voller Geröll. Armut ist nicht sichtbar, auch wenn sie vor unser aller Augen liegt. Aber wir haben gelernt, sie zu übersehen. Sie ist peinlich. Jesus macht die Kluft zwischen diesen Welten sichtbar: der reiche Mann und der arme Lazarus. Predigt lesen

 

Brot und Rosen

14.000 Textilarbeiter:innen in den USA legen ihre Arbeit nieder. Sie streiken gegen Hungerlöhne und Kinderarbeit. Die Frauen singen Lieder, in den Kantinen, bei Versammlungen und Kundgebungen, bei Demonstrationen durch die Straßen der Stadt. „Wir wollen Brot, aber auch Rosen“, schreiben die Frauen auf ihre Fahnen. Brot und Rosen fordern sie. Brot steht für das, was sie zum Leben brauchen, oder besser zum Überleben. Aber das ist zu wenig. Die Rose ist ein Sinnbild für das Schöne im Leben. Predigt lesen

Autorin der Predigten: Margot Runge, 1999-2024 Pfarrerin in Sangerhausen / Sachsen-Anhalt
Feedbacks: queerpredigen@gmx-topmail.de

2 Gedanken zu “queerpredigen

  1. Danke für diese tolle Website..endlich auch ein Platz für queere Menschen. ist es möglich sich mit gleichgesinnten auszutauschen? Oder Fragen zu stellen? LG E.B

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