queerpredigen?

Die Bibel gegen den gewohnten Strich lesen – queer, feministisch, sozialgeschichtlich?  Die gehaltenen und ungehaltenen Predigten auf dieser Seite versuchen es.SONY DSC

Ich interessierte mich für Geschichte und setze sie gern in meinen Gottesdiensten um. Die Steine predigen tatsächlich! Die kleinen Spielszenen  können einen Eindruck von solchen Gottesdiensten geben.
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Margot Runge

Predigten zwischen Palmsonntag und Quasimodogeniti finden Sie hier.
Eine Übersicht für das gesamte Kirchenjahr finden Sie hier.

 

Entwaffnende Ostern: Soldaten fallen einfach um

Wann passiert es schon einmal, daß Soldaten vor Schreck umfallen? Sie schlottern, bis die Rüstung scheppert, das Visier klappt herunter und die Schwerter poltern zu Boden. Ein Bild zum Lachen, dabei sollen sie doch Angst und Schrecken verbreiten. Das ist doch ihre Aufgabe als Soldaten.
Angst und Schrecken verbreiten Soldaten auch heute. Die ganz alten Leute könnten davon noch erzählen, was sie als Kinder erlebt haben im letzten Weltkrieg. Aber weil es so schrecklich war, reden sie nicht gern darüber. Weiterlesen

 

Christus im Gefängnis

Sie haben ihn ins Gefängnis geworfen. In ein schwarzes, gähnendes Loch, zu den Ratten, die durch das vermodernde Stroh huschen, zu den Elenden und Vergessenen, denen die Augen trüb geworden sind und die Haare verfilzt und verlaust. Wenn hier jemand überlebt, ist es die Hoffnungslosigkeit.
Sie haben ihn ins Gefängnis geworfen. So malt ihn Johannes Rosenau 1445, im stolzen Hermannstadt oder Sibiu, der prächtigen Hauptstadt Siebenbürgens, weit im Osten der christlichen Welt.Denn hinter den sieben Bergen endet diese Welt und die osmanische beginnt, das Türkenreich. Und hinter den steinernen Hausfassaden, all den Kirchen und Türmen und Treppen und Toren, die vom Bürgerstolz der Hermannstädter künden, dahinter gähnt jenes vergitterte Loch, aus dem es selbst im Sommer dumpf und kalt weht, so daß sogar die Spatzen einen Bogen darum machen.  Weiterlesen

Weitere Predigten zu Ostern
Weitere Predigten im Jahreslauf

Maria von Magdala: Ostern als Begegnung

Ich tu, was ich tu; und du tust, was du tust. Du bist du, und ich bin ich. Schön, wenn wir uns finden. (angelehnt an Fritz Perls) . Diesen Spruch hatte sich meine Kommilitonin Susanne an ihre Zimmertür gehängt, wohl weil er ihre Erfahrungen mit Beziehungen ausdrückte: Wie Menschen zueinander finden, aber wie sich die Wege auch wieder trennen. Auch die Ostergeschichte im Johannesevangelium (Joh 20,11-18) können wir als Beziehungsgeschichte lesen. Du bist du, und ich bin ich. Schön, wenn wir uns finden.
In unserer Ostergeschichte, einer von vielen, treffen zwei aufeinander, Jesus und Maria. Zwei treffen aufeinander, die schon eine Geschichte miteinander haben – eine Geschichte, die wir nur in Bruchstücken kennen oder eigentlich gar nicht. Denn was können Außenstehende eigentlich wissen über das, was andere miteinander bewegt und aneinander bindet. Warum es bei den einen klappt und es anderswo wie Hund und Katze zugeht, das begreifen manchmal ja nicht einmal die Beteiligten selber. Oft sind es Wunden, die tief in der Vergangenheit wurzeln, und wir kennen nur Ausschnitte davon. Von außen können wir die Dynamik einer Beziehung nur erahnen. Weiterlesen

Ostern: Ich bin dann mal fischen

Ostern ist ganz handfest: Es gibt Arbeit und Brot. Das ist existenziell für die meisten Leute. Damals und heute. Und es ist nicht selbstverständlich. Es ist auch nicht selbstverständlich, daß die Arbeit genug einbringt. Die Leute haben die ganze Nacht auf dem See gefischt und kommen doch mit leerem Boot heim. Andere kriegen 2,50 Euro für zwölf Stunden Handyzusammenbauen, Turnschuhnähen oder Bananenpflücken.  Weiterlesen

Weitere Predigten zwischen Palmsonntag und Quasimodogeniti
Predigten im Jahreslauf
Predigten in der Passionszeit

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