Beten zum Tansania-Sonntag

Gastfreundschaft spielt auch in Tansanie eine große Rolle. Jesus schildert, wie Gäste nachts vor der Tür stehen. Alles wird in Bewegung gesetzt, um sie aufzunehmen und zu bewirten. Notfalls wird sogar die Nachbarschaft aufgeweckt. Das könnte auch in Tansania passiert sein. Weiterlesen

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Führe uns nicht in Versuchung?

Und führe uns nicht in Versuchung. Papst Franziskus würde diese Bitte aus dem Vaterunser lieber anders formulieren. Die französischen Bischöfe haben sich schon länger auf eine neue Fassung geeinigt. Zum 1. Advent wurde in den katholischen Kirchen unseres Nachbarlandes das Vaterunser revidiert. Seitdem beten die Katholik*innen dort, frei übersetzt: “Lass uns nicht in Versuchung geraten”*. Die katholische Kirche in der französisschsprachigen Schweiz wird sich zu Ostern anschließen.

Führe uns nicht in Versuchung. Vielleicht haben Sie beim Vaterunser an dieser Stelle auch schon Schwierigkeiten gehabt.  Führt Gott Menschen etwa aufs Glatteis, stellt ihnen einen Hinterhalt? Weiterlesen

Konfirmation: Du Spasti

Du Spast, du Spasti. Ich glaube, das ist immer noch ein Schimpfwort auf Schulhöfen. Ey du Spasti, bist du denn behindert oder was. Das soll heißen: Du bist nicht ganz richtig im Kopf, du hinkst hinterher, du begreifst nicht, worum es geht, du gehörst nicht zu uns. Ein ruppiger Umgangston herrscht auf Schulhöfen oder im Internet. Weiterlesen

Der schwarze Engel

Der Engel war schwarz. Ein schwarzes kleines Kind, vielleicht zwei Jahre alt. Sie begegnete ihm, als sie 27 war. Und das kam so: Bärbel – so heißt sie – war damals eine junge Lehrerin, engagiert für Entwicklungshilfe, und wollte Afrika mit eigenen Augen sehen. In Ghana besichtigte die Gruppe Hilfsprojekte. Vor einer Krankenstation warteten die Menschen in langen Schlangen. „Da saß auch ein Kind mit dick aufgeblähtem Bauch, ausfallenden rötlichen Haaren, in seiner eigenen Pfütze.“ Als es die weißen Leute sah, begann es zu weinen. Es litt an Unterernährung und Eiweißmangel. Es wird wohl kaum überleben, erklärte die Krankenschwester den Gästen, so sieht Ungerechtigkeit aus. * Weiterlesen

Emerentia geht zur Schule

Vielleicht war die 8-jährige  Emerentia dabei, als die neue Mädchenschule eingeweiht wurde, im Jahr 1582. Der komplette Stadtrat, die Eltern und alle Schülerinnen trafen sich in der Jacobikirche zum Gottesdienst. Superintendent Seidler hielt eine lange Predigt. Dann zogen alle mit der Lehrerin – der Mädchenschulmeisterin – zur neuen Schule und hatten ihre erste Stunde: Religion. Die Mädchenschulmeisterin nahm die 10 Gebote durch. Viele konnten sie fehlerfrei aufsagen, denn sie hatten sie schon  in der alten Schule gelernt. Das zweite Fach war Lesen. Mehr Fächer gab es für Mädchen nicht. Nur die Jungs durften auch schreiben, rechnen und Latein lernen.

Ehemalige Mädchenschule in Sangerhausen
Ehemalige Mädchenschule in Sangerhausen

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Pfingsten heute: Fest der Verständigung und Kommunikation

Pfingsten in Jerusalem. Menschen aus vielen Völkern sind versammelt, Völkern, an denen sich viele die Zunge zerbrechen: Parther und Meder, aus Mesopotamien, Kappadozien, Phrygien und Pamphylien, aus Judäa, der Provinz Asien, Libyen und Rom. Die wenigsten sind Einheimische, die meisten stammen von anderswoher, aus anderen Kulturen, aus Asien, Afrika, Ägypten, dem Westen, also der Metropole Rom. Ein Sprachengewirr ist das, ein kulturelles Gemisch und auch eine Religionsvielfalt, jüdisch, christlich, viele, die sich keinem von beiden zuordnen. Der Wind der Verständigung erfaßt sie. Sie hören sich plötzlich in ihrer eigenen Muttersprache reden. Sie verstehen sich, sie werden eine Gemeinde, eine Gemeinschaft.
Der Geburtstag der Kirche ist ein Fest des Verstehens. Es überwindet die Grenzen von Herkunft, Sprache, Kultur und Religion. Die Kirche wird mit einem spontanen Fest von Verschwisterung geboren.
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Thomas nimmt nicht alles hin

Da ist einer, der eine Geschichte mit Jesus hat. Thomas. Sein Vater hieß Alphäus. Er wird in allen Apostellisten erwähnt. Er ist mit Jesus durch’s Land gezogen. Er hat gehört, wie Jesus gepredigt hat. Er hat gesehen, wie Jesus Menschen froh und heil gemacht hat. Er war dabei, als Jesus den Lazarus auferweckt hat. Er hat sich mit Jesus auseinandergesetzt, hat gefragt, hat auf seine Fragen Antwort bekommen. Weiterlesen

Unterwegs nach Betlehem – ein Platz für behinderte Eltern

Maria und Josef sind unterwegs nach Betlehem. Manchmal legt Maria Josefs Hand auf ihren Bauch. Spürst du es? Es bewegt sich, flüstert sie ihm ins Ohr. Sie ahnt, das Baby wird bald kommen – hoffentlich nicht schon unterwegs.
Maria malt sich alles in Gedanken aus, so wie tausende anderer werdender Mütter auch die Windeln zurechtlegen und das Kinderbettchen vorbereiten. Wie wird die Geburt sein? Hoffentlich tut es nicht zu weh und es ist eine Hebamme zur Stelle, wenn es soweit ist. Ob ich es dann gleich stillen kann? Vor allem fragt sich Maria: Wo werde ich dann unterkommen? Weiterlesen