Lichtmess – Verwandlung und Normalität

Am 2. Februar ist Maria Lichtmeß oder „Darstellung des Herrn“. Mit acht Tagen, also zu Neujahr, wird Jesus beschnitten. Mit sechs Wochen, 40 Tage nach der Geburt, trägt Maria ihr Kind in den Tempel. Sie reinigt sich kultisch von der Geburt. Sie stellt ihren Erstgeborenen Gott vor und bringt das vorgeschriebene Opfer. Damit endet die Weihnachtszeit. Die Tage sind schon länger. In früheren Jahrhunderten endete das gemeinsame Spinnen in den Spinnstuben und die Frühjahrsarbeiten auf den Feldern wurden vorbereitet. Viele bäuerliche Regeln ranken sich um den 2. Februar. Weiterlesen

Maria und Elisabeth

Eigentlich hätte Elisabeth gar nicht mehr schwanger werden können, sie war viel zu alt dazu. Früher hatten sich die Leute immer den Mund darüber zerrissen, dass sie und ihr Mann keine Kinder hatten und was denn mit ihr wohl nicht stimmte. Schmachvoll war das. Und nun das. Ein Wechselbad der Gefühle.
Die ersten 5 Monate ging Elisabeth überhaupt nicht unter die Leute. Im 6. Monat bekam sie Besuch: ihre jüngere, entfernte Kusine Maria. Auch sie schwanger, mit Jesus, dessen Geburt wir zu Weihnachten feiern. Und auch über Maria wurde getuschelt: Ihr Verlobter sollte nicht der Kindesvater sein.

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