Wichern erfindet den Adventskranz

Adventskranz nach Johann Hinrich Wichern

In Hamburg lebte vor etwa 200 Jahren Johann Hinrich Wichern. Er war Lehrer in der Sonntags-Schule. Dort unterrichtete er Kinder, die sehr arm waren. Ihn bedrückte, was sie zuhause erlebten:
Sie haben nicht genug zu essen.
Sie werden geschlagen.
Die Eltern sind betrunken und kümmern sich nicht um die Kinder.
Die Kinder verkümmern in den engen Wohnungen.
Manchmal rief jemand die Polizei. Die brachte die Kinder in ein Waisenhaus. Dort mussten die Kinder hart arbeiten und wurden grob behandelt. Wenn sie wegliefen, wurden sie verprügelt.
Es muss etwas anderes geben für sie, überlegte Johann Hinrich Wichern.
Ich bräuchte ein Rettungshaus für diese Kinder.
Ein Rettungshaus für Kinder, in dem sie sicher und glücklich aufwachsen –  diese Idee ging Wichern nicht mehr aus dem Kopf. Weiterlesen

Die Heilung des Gelähmten als Männergeschichte

Es ist eine Männergeschichte. Jesus, der Gelähmte, die Freunde, die ihn tragen, die Schriftgelehrten – all die agierenden Personen sind Männer. Die Frauen, wenn sie denn im Haus sind wie zuvor die kranke Schwiegermutter des Petrus, bleiben im Hintergrund.

Und: die Geschichte ist merkwürdig stumm. Der Gelähmte sagt nichts, noch seine Freude. Wir hören nichts von seiner Not, keine Klage, keine Bitte, kein Hilferuf, keine Schilderung des langen Leidens und was sie vielleicht schon alles unternommen haben. Auch die Schriftgelehrten sagen nichts. Sie sprechen nicht aus, was sie denken. Ihr Widerstand bleibt stumm. Es wird viel geschwiegen in dieser Geschichte. Jesus ist der einzige, der redet. Weiterlesen