Israelsonntag: Die Brille von der Schuld der Juden am Tod Jesu

Juden sind Kinder des Teufels.
Juden gefallen Gott nicht und sind Feinde aller Menschen.
Es gibt viele Freche, unnütze Schwätzer und Verführer, besonders Juden.
Man muß ihnen das Maul stopfen, denn aus übler Gewinnsucht zerstören sie ganze Familien mit ihren falschen Lehren.
Du Jude, du belehrst andere, aber dich selbst belehrst du nicht. Du predigst: „Stehlt nicht“, aber stiehlst doch selbst. Du sagst »Brecht nicht die Ehe« und tust es selbst. Du verabscheust Götzenbilder und bereicherst dich am Handel mit ihnen. Joh 8,44; 1 Thess 2,14-16; Titus 1,10-11; Rö 2,21f Weiterlesen

Tischdienst in Korinth – Diakonie

Pfingsten ist der Geburtstag der Kirche. Aber wie ging es weiter? Wir wandern zurück in das Jahr 50. Die 1. Gemeinde in Jerusalem ist gewachsen. Da sind die, die schon immer da waren, jüdische Männer und Frauen, die in Jesus den Retter erkannt haben – manche von ihnen haben Jesus noch selbst erlebt. Es gibt auch Zugezogene. Sie kommen aus jüdischen Gemeinden im ganzen römischen Reich, aus Rom, aus Korinth, aus Städten überall dort, wo es jüdische Auslandsgemeinden gibt. Dort, in nichtjüdischer Umgebung, haben sie auch anders gelebt als die Leute hier in Jerusalem. Hier sind sie zu der Gemeinde gestoßen und bilden eine eigene Gruppe mit eigener Prägung. Weil sie griechisch sprechen, werden sie Griechen genannt und die Eingesessenen, die nur Hebräisch können, Hebräer. Nach der Arbeit treffen sich abends alle in Hausgemeinden, essen gemeinsam, beten und singen. Weiterlesen

Simon Mosbach (gest. 1573) mit Bibel und Kelch – was sind unsere Zeichen heute?

„Anno 1573 am 18. Tage Junii umb 8 Uhr vor Mittage ist sehliglich in Christo entschlaffen der ehrwirdige achtbare und wohlgelarte Magister Simon Mosbach Pfarher und Superintendens alhier zu Sangerhausen. Seines Alters im 49. Jahr. Got der barmheertzige wolle ihm eine froliche auferstehung vorleihen Amen.“

Simon Mosbach ist der vierte Superintendent nach der Reformation in Sangerhausen. Sein Grabstein ist der älteste in der Jacobikirche. Nicht einmal drei Wochen vorher war Hochzeit. Simon und seine Frau Catharina richteten am 1. Juni die Hochzeit ihrer Tochter aus. Mit dabei waren Samuel, ein 16-jähriger Teenager, der schon seit 5 Jahren in Schulpforte lernte, und Salomon. Johann Metze, der Küster, läutete die Glocken und sperrte mit seinem großen Schlüssel die Kirchentüren weit auf. Die Orgel gab ihr Bestes, aber die Reparatur war erst zwei Jahre später geplant. Dann wurde gefeiert. Weiterlesen