Maria und Elisabeth – wie alles begann.

Die Weihnachtsgeschichte wird „eingeläutet“ von zwei Frauen, die ein Kind in ihrem Leib tragen: Elisabeth und Maria. So erzählt es jedenfalls das Lukasevangelium. Zwei Frauen werden schwanger und bringen einen Sohn zur Welt. Johannes und, ein halbes Jahr später, Jesus. Vorläufer, Mahner und Prophet der eine, und er weist hin auf den Retter, den anderen, den neuen Adam, den neuen Menschen. Und es beginnt, wie sollte es anders sein, mit ihren Müttern. Für beide ist es das erste Kind, und beide Male ist es eine ungewöhnliche Schwangerschaft. Weiterlesen

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Josef und seine Brüder

Tief ist der Brunnen der Vergangenheit. Sollte man ihn nicht unergründlich nennen? So begann Thomas Mann die Geschichte von Josef und seinen Brüdern. Sie führt uns zurück in die Zeiten des Anfangs, des Wanderns, des Unterwegsseins. Sie führt uns zurück zu den Ursprüngen des jüdischen Glaubens, die auch unsere Wurzeln sind.
Tief ist der Brunnen der Vergangenheit. Wenn wir uns über seinen Rand beugen und unseren Blick für die Tiefe schärfen, erblicken wir auf seinem Grund gleichzeitig uns selbst. Weiterlesen

Berge besteigen – Predigt zu Matthäus 28,18-20

8000 ist die magische Zahl des Bergsteigens. Ab hier beginnt die Todeszone. Die Zahl ist das Achttausendfache des Urmeters. Das Himalaja-Gebirge hat 14 Achttausender. Der Mount Everest ist der höchste, 8848 m. 1953 gelang die Erstbesteigung, 1978 erreichten Reinhold Messner und Peter Habeler zum ersten Mal den Gipfel des Mount Everest ohne künstlichen Sauerstoff. An manchen Tagen belagern 300 Zelte den Everest. Nicht nur die Menschen leiden unter diesem Andrang, auch die Natur. Der Everest verwandelte sich zunehmend zu einer Müllkippe. Verpackungen, Fäkalien und vor allem leere Sauerstoffflaschen. Weiterlesen

Die Kirche erzählt (Spielszene zur Kirchen-Einweihung)

Fast 750 Jahre ist es her, dass die SangerhäuserInnen ihre Stadt erweiterten, den großen Marktplatz anlegten und darauf das Rathaus errichteten und die Kirche – groß genug, um die Menschen dieser Stadt zu beherbergen. In diese Kirche kamen sie, wenn sie Trost suchten oder Schutz in Kriegszeiten. Die Ratsherren und Bürgermeister zogen hier ein, wenn ihre neue Amtsperiode begann. Ihre Glocken warnten vor Feuer oder Angriff, sie mahnten allabendlich zum Frieden und läuteten den Toten heim.Was die SangerhäuserInnen über die Jahrhunderte erlebten an Freud und Leid – die Steine der Kirche haben es gesehen als stumme Zeugen.
Die Menschen waren dieser Kirche verbunden, sie haben sie gebaut, bewahrt und erneuert und mit Leben gefüllt. Jede Generation hat das Ihre beigetragen – bis heute, ins Jahr 2003.
Wie die Marktkirche 1271 aussah, wissen wir nicht mehr. Aber ihre Steine wurden wieder verwendet, als Meister Heinrich 1457 den Auftrag bekam, nach und nach an alter Stelle einen neuen Bau zu errichten.

Ich bin ein Pfeiler. Mit mir begann es, als die Arbeiter die Jacobikirche neu bauten, 1457. Seitdem blicke ich auf die Menschen herab. Weiterlesen

Rote Ostereier und Schuldenerlaß

Für diese Predigt habe ich den Gottesdienst „Ostereier für Schuldenerlaß“ von Kerstin Sommer und Dieter Heidtmann zur Grundlage genommen und umgearbeitet. In: Ostern. Gottesdienstpraxis Serie B. Gütersloh 2001, S. 77 – 86

Wir haben die Sträuße in der Kirche mit Eiern geschmückt, einige haben sie von zu Hause mitgebracht. Ei und Ostern, das gehört zusammen, es ist ein Symbol für die Auferstehung. Weiterlesen