Johannis: Zacharias und Elisabeth bekommen ein Kind

Warum feiern wir Johannistag und was ist das? Wir wollen es euch erzählen. Es geht mit einem Liebespaar los. Elisabeth und Zacharias sind schon sehr lange zusammen. So lange, daß sie zusammen alt geworden sind. Und sie lieben sich innig. Nach so vielen Jahren kannten Elisabeth und Zacharias einander in- und auswendig. Sie ertrugen ihre Macken. Sie unterstützten sich gegenseitig. Und in der letzten Zeit kam es öfter vor, daß sie einander stützen mußten. Ja, sie wurden langsam alt, und sie waren glücklich miteinander. Weiterlesen

17. Juni 1953 und die Normerhöhungen in Ägypten

Ein 9-jähriger Junge schreibt auf, was er am 17. Juni 1953 in Sangerhausen erlebt hat.* Der Junge heißt Einar Schleef. Er wird malen, fotografieren, Stücke schreiben, inszenieren, anecken, die DDR verlassen und doch zeitlebens an Sangerhausen kleben. Mit dem 17. Juni 1953 beginnt er, Tagebuch zu schreiben. Der 17. Juni gräbt sich tief in den 9-jährigen ein und wird zum Schlüsselerlebnis, das er mehrfach wiederholt und noch Jahrzehnte später ergänzt, umarbeitet, nebeneinanderstellt.
Wer später im Osten „1953“ sagte, dachte vieles mit, was in den Monaten und Wochen drumherum passierte. Weiterlesen

Pfingsten: Der Traum von Martin Luther King

Seht, der Träumer kommt daher. Solche Worte können auf dem Schulhof ein Todesurteil sein. Ein Junge, der lieber träumt, als sich mit Kraftausdrücken hervorzutun oder mit Fußballbegeisterung, kann es sehr schwer haben und ist manchmal verdammt allein. Seht, der Träumer kommt daher. Diese Worte bezeichnen tatsächlich einen Todesort. Und sie waren das Todesurteil für Josef in der Bibel. Weiterlesen

Beten zum Tansania-Sonntag

Gastfreundschaft spielt auch in Tansanie eine große Rolle. Jesus schildert, wie Gäste nachts vor der Tür stehen. Alles wird in Bewegung gesetzt, um sie aufzunehmen und zu bewirten. Notfalls wird sogar die Nachbarschaft aufgeweckt. Das könnte auch in Tansania passiert sein. Weiterlesen

Mechthild von Magdeburg und das Älterwerden

Mechthild von Magdeburg war eine kranke Frau, als sie im Kloster Helfta aufgenommen wurde. In Magdeburg hatte sie in einer Beginengemeinschaft gelebt. Das war eine Wohn-, Arbeits- und geistliche Gemeinschaft von Frauen. Anders als im Kloster legten sie kein Gelübde ab und wählten ihre Beichtväter selbst. Weiterlesen

Vom Himmel steigt Brot

Das Mädchen lächelte selig, als sie die Augen aufschlug. Dann kniff sie sich dreimal in den Arm, setzte sich verwundert auf und blicke fest hinüber zum Tempel. Nein, der Tempel war nicht verschwunden. Und ja, es duftete tatsächlich nach einem geöffneten Backofen. Dann hatte sie nicht nur geträumt wie so oft in den letzten Wochen. Ihre Träume drehten sich nur noch ums Essen. Einmal stand sie vor einem Backofen voller Brot. Knuspriges, duftendes, dunkles Brot.
Aufgewacht war sie natürlich mit knurrendem Magen. Und auch ihr kleiner Bruder neben ihr hatte vor Hunger immer öfter geweint. Dann erzählte sie ihm von dem Brot. Manchmal schlief er dabei ein. Weiterlesen

Verwirrter Mose, glänzender Gott, unverhüllte Gesichter

Um Glanz geht es in der Epiphaniaszeit nach Weihnachten. Der Stern leuchtet noch. Jesus tritt in Erscheinung. Der göttliche Glanz, der in Jesus liegt, wird sichtbar, blitzt zwischendurch auf. Bei der Hochzeit etwa, wo plötzlich kostbarer Wein ausgeschenkt wird und einigen Gästen aufblitzt, dass Jesus dahintersteckt und was in Jesus steckt.
Vom Glänzen erzählt auch die Geschichte von Mose aus dem Alten Testament, nachdem das Volk der Sklaverei in Ägypten entflohen war und nun ins Gelobte Land wanderte. Weiterlesen

Der Kelch der Mogks

Vor mir steht ein Kelch. Bei festlichen Gelegenheiten trinken wir aus besonderen Gefäßen. Unsere Vorfahren hatten Hochzeitspokale. Die mussten Braut und Bräutigam gemeinsam leeren. Zünfte und Innungen haben sich kunstvolle Zunftpokale anfertigen lassen. Wenn ein Ehrengast kam, wurde ein besonderes Gefäß zum Willkommen überreicht. Ein Kelch erinnert an die Höhepunkte im Leben, an die Stunden des Glücks. Weiterlesen

Ein feste Burg?

Eine Feldpostkarte aus dem 1. Weltkrieg. Ein toter Soldat ist aufgebahrt. Seine Hände sind gefaltet. Drei Kameraden betrauern ihn. Im Hintergrund überbringt jemand die Todesnachricht. Darunter sind die Zeilen gedruckt: „Der alt‘ böse Feind, mit Ernst er’s jetzt meint, Groß‘ Macht und viel List sein grausam Rüstung ist, Auf Erd‘ ist nicht sein’sgleichen.“ Weiterlesen