Caspar Jacob Mogk und Maria Elisabeth Doetzschel – ein vergnügter Ehestand

Theaterszene zum 800-jährigen Stadtjubiläum 2004 für drei Personen (Caspar Jacob, Maria Elisabeth und Heinrich Mogk) und Sprecher_in

Caspar. Oh, ein Brautpaar! Schau nur, Maria Elisabeth, und wie schmuck sie aussehen!
Maria E. Sie werden sich auch so freuen wie wir damals, Caspar Jacob! Und hoffentlich bleiben sie auch so vergnügt zusammen wie wir all die Jahre!
Caspar Jacob: Wir haben ganz vergessen, uns vorzustellen. Caspar Jacob Mogk
Maria E: … und Maria Elisabeth Doetzschel – Mogk.
Caspar Jacob: Ihr erinnert uns an unsere eigene Hochzeit! Wir haben nämlich auch hier in der Jacobikirche geheiratet. Ich weiß noch genau, wie es damals war, am 15. Juli 1695, und wie wir damals am Altar gestanden haben.
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Die Heilung des Gelähmten – eine Männergeschichte

Diese Predigt wurde 2004  in der Kategorie „Beste Predigt “ mit dem Ökumenischen Predigtpreisausgezeichnet.

Liebe Gemeinde,  es ist eine Männergeschichte. Jesus, der Gelähmte, die Freunde, die ihn tragen, die Schriftgelehrten – all die agierenden Personen sind Männer. Die Frauen, wenn sie denn im Haus sind wie zuvor die kranke Schwiegermutter des Petrus, bleiben im Hintergrund. Es ist eine Männergeschichte. So will ich versuchen, ob es geht, diese Geschichte als Männergeschichte zu lesen.
Und: sie ist merkwürdig stumm. Der Gelähmte sagt nichts, noch seine Freude, nichts von seiner Not, keine Klage, keine Bitte, kein Hilferuf, keine Schilderung des langen Leidens und was sie vielleicht schon alles unternommen haben. Auch die Schriftgelehrten sagen nichts, sprechen nicht aus, was sie denken. Ihr Widerstand bleibt stumm. Es wird viel geschwiegen in dieser Geschichte. Jesus ist der einzige, der redet. Weiterlesen

Häuser. Predigt zu 2 Kor 5, 1-4

Wenn das irdische Haus, diese Hütte, abgebrochen wird, so haben wir einen Bau, von Gott erbaut…                 (2 Kor 5,1)
„Und da stand ich wieder, nach 14 Jahren, vor unserem Haus, meine Mutter oben hinter der Gardine, ich mußte lange klingeln, da stand ich wieder. 20 Jahre bist du nicht zu Hause gewesen, unterbrach mich meine Mutter, wie du aussiehst, steck dein Hemd rein, so stehst du unten vor der Haustür, wenn das einer sieht, (…) unterbrich mich nicht, 20 Jahre, das reicht nicht, wann bist du hier gewesen, ich habe nicht nach dir gerufen, was willst du hier, dein Bruder aus dem Westen ist dagewesen und will endlich einen Zaun machen. (…) Weiterlesen

Als Jesus einfach weg ging – Konfirmationspredigt zum 12-jährigen Jesus im Tempel

[Anmerkung: Der Predigttext wird NICHT vorgelesen!]
Liebe Gemeinde,Konfirmation ist nur einmal. In jeder Familie gibt’s Traditionen, wie solche in Tag begangen wird. Aber es ist auch immer interessant zu gucken, wie es andere machen. Es ist ja nicht von vornherein gesagt, dass alle sich wohlfühlen und dass es ein gelungener Tag wird. Auch Feiern will gelernt sein.

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Maria von Magdala: Ostern als Begegnung

Ich tu, was ich tu; und du tust, was du tust. Du bist du, und ich bin ich. Schön, wenn wir uns finden. (angelehnt an Fritz Perls) . Diesen Spruch hatte sich meine Kommilitonin Susanne an ihre Zimmertür gehängt, wohl weil er ihre Erfahrungen mit Beziehungen ausdrückte: Wie Menschen zueinander finden, aber wie sich die Wege auch wieder trennen. Auch unsere Ostergeschichte heute können wir als Beziehungsgeschichte lesen: Weiterlesen

Hanna und Samuel – starke Mütter, starke Kinder

Samuel ist ein Wunschkind, langersehnt, langerbetet, erwartet und willkommen geheißen – so wie wir es für alle Kinder hoffen und wie wir es auch für die Kinder in Kinderheimen wünschen würden; vielleicht wäre dann solche Einrichtungen heute gar nicht mehr nötig.
Und Wunschkinder brauchen selbständige, starke Eltern, die in sich gefestigt sind, damit sie nicht nur so etwas wie lebendes Spielzeug für die Eltern sind, damit die Kinder nicht nur die unbewußten Sehnsüchte und Träume der Eltern erfüllen müssen, sondern sein können, wie sie sind. Wunschkinder brauchen Eltern, die die Kraft und die Größe haben, ihnen einen Raum zu ermöglichen, in dem sie aufwachsen können zu eigenen Persönlichkeiten. Aber die Wirklichkeit, die ist nicht immer so. Weiterlesen