Catharina und ihre Gäste

Catharina und ihre Gäste – Szenische Gottesdienste zur Eröffnung und zum Abschluss der Wanderausstellung „Frauen der Reformation in der Region“
Ähnlich wie die Friedliche Revolution von 1989 war auch die Reformation nicht nur das Werk von Martin Luther oder einiger bekannter Namen wie Justus Jonas, Johannes Bugenhagen oder Johannes Calvin. Sie wurde stattdessen von vielen Menschen aufgenommen, getragen und vorangetrieben. Die Ausstellung zeigt einige, wenige der vielen Frauen, die in der Zeit der Reformation ebenso mutig, beharrlich und durchsetzungsstark gehandelt haben wie die Männer und dazu beigetragen haben, daß die Reformation sich durchsetzen konnte. Solche Frauen haben auch hier, in und um Sangerhausen, in unserem Landkreis, gelebt und gewirkt. Sie kommen aus Liedersdorf, Allstedt oder Stolberg. Aber bis jetzt hat kaum jemand Notiz von ihnen genommen. Die Ausstellung rückt die Frauen aus dem Schatten in unser Bewußtsein und korrigiert unser Bild von Reformation als Heldengeschichte.

Gottesdienst am 6.7.2014 Foto: sro
Gottesdienst am 6.7.2014
Foto: sro

Eine  Tafel ist der Sangerhäuserin Catharina Mosbach gewidmet;  eine 20. Tafel haben wir in Sangerhausen selbst gestaltet. Sie zeigt die Mädchenschule und die Mädchenschulmeisterinnen. Die Reformation hat sich um die Bildung von Mädchen gekümmert. Vorher hatten adlige Familien ihre Töchter oft zu den Nonnen in die Klöster geschickt, vielleicht auch ins Ulrichskloster. Nun, mit der Reformatin wurden an vielen Orten und auch in Sangerhausen Mädchenschulen für alle eingerichtet. Sie waren ein Ort der geregelten Bildung – auch wenn der Fächerkanon in keiner Weise dem der Jungen entsprach, es ging hauptsächlich um religiöse Bildung. Und sie waren ein Ort der Beschäftigung für Frauen, denn für den Unterricht waren Frauen zuständig, die Mädchenschulmeisterinnen.
Die Ausstellung will nicht nur Licht in die Vergangenheit werfen, sondern uns anregen, auf unsere Zeit heute zu schauen: Wie wirken Frauen heute in unserer Kirche, welche Veränderungen bewirken sie und wo werden sie übersehen, auch wenn wir Pfarrerinnen und (eine der wenigen) Bischöfinnen haben? Wie wird es sichtbar (auch in unseren Strukturen), daß wir eine inklusive Kirche sind? Wo müßten wir heute Veränderungen wagen?

Szenischer Gottesdienste am 6. Juli und am 17. August 2014

Reformationsfrauen – Spielszene zur Eröffnung (fünf Frauen stellen sich vor)

Mitteldeutsche Zeitung:  Szenischer Gottesdienst (Artikel am 9.7.2014)

Was bleibt, Catharina? Gottesdienst am 17.8.2014
Was bleibt, Catharina?
Gottesdienst am 17.8.2014

Hier: Spielszene zum Abschluß: Was bleibt, Catharina
(Pfarrfrau, Lehrerin, Mädchenschule)

Ehemalige Mädchenschule in Sangerhausen
Ehemalige Mädchenschule in Sangerhausen
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