Israelsonntag: Die Brille von der Schuld der Juden am Tod Jesu

Juden sind Kinder des Teufels.
Juden gefallen Gott nicht und sind Feinde aller Menschen.
Es gibt viele Freche, unnütze Schwätzer und Verführer, besonders Juden.
Man muß ihnen das Maul stopfen, denn aus übler Gewinnsucht zerstören sie ganze Familien mit ihren falschen Lehren.
Du Jude, du belehrst andere, aber dich selbst belehrst du nicht. Du predigst: „Stehlt nicht“, aber stiehlst doch selbst. Du sagst »Brecht nicht die Ehe« und tust es selbst. Du verabscheust Götzenbilder und bereicherst dich am Handel mit ihnen. Joh 8,44; 1 Thess 2,14-16; Titus 1,10-11; Rö 2,21f Weiterlesen

Totensonntag: Stadt der Träume (Offb 21,1-7)

Liebe Gemeinde, wo ist der Nabel der Welt? Wenn wir einen Juden oder eine Jüdin fragen würden, was die Stadt der Städte ist, würde sie antworten: Jerusalem. Nicht New York, nicht London, Paris oder Berlin, sondern Jerusalem. Dorthin hat Gott sie geführt, dort ist der Berg Zion, der Gottesberg, dort regierten David und Salomo, sind die Zinnen des Tempels und heute noch die berühmte Westmauer. Dort, im Tal Kidron, wird die Auferstehung der Toten beginnen. Abraham opferte Isaak auf dem Felsen Moria. An dieser Stelle stand einst der Tempel und heute der Felsendom, die Omar-Moschee. Nach einer Vision fuhr von dort der Prophet Mohammed gen Himmel. Weiterlesen

Die Väter haben saure Trauben gegessen, aber den Kindern sind die Zähne davon stumpf geworden?

Was wird aus diesem Kind werden? Wir geben Kindern ja nicht nur all das Gute mit, was wir haben und sind. Sondern wir bürden den Nachfolgenden auch auf, was wir an Problemen nicht bewältigt haben, unsere Schuld, unsere Schulden, unsere Altlasten. Oder? Der Prophet Hesekiel schreibt in der alttestamentlichen Lesung, die zugleich Predigttext ist: Weiterlesen

Janusz Korczak begleitet die Kinder ins KZ – Predigt zum Totensonntag

Theateraufführung in einem Kinderheim: Eine Gruppe spielt den anderen vor, was sie vorbereitet hat: Auf einem Lager ist ein Kind gebettet. Es ist matt und krank, todkrank. Leise beginnt eine Flöte zu spielen. Zwei Gestalten in langen, wehenden Gewändern treten zum Lager. Sie nehmen das Kind sanft in ihre Arme, wiegen es darin, bis der Kopf des Kindes zur Seite gefallen ist und die Flöte schließlich verklingt.
Der Heimleiter antwortet leise auf die fragenden Blicke zweier Erwachsener: „Wir müssen die Kinder vorbereiten auf das, was kommt, auch auf den Tod. Er soll ihnen vertraut werden, wie ein Freund.“ Weiterlesen