Catharina Schillingstedt und Caspar Tryller

Spielszene mit   1 Catharina Schillingstedt   und   2 Caspar Tryller

(Caspar Tryller sitzt und schreibt:)
Was meinen Ehestand anbelangt, hat sich begeben, dass 1565, als ich auf der Leuchtenburg noch Amtsschreiber gewesen bin, auf einer Feier bei Magister Schillingstädt in Merseburg zu seiner Tochter, Jungfrau Catharinen, die ich doch zuvor mit Augen nicht gesehen, nach Anrufung Gottes eine sonderliche Zuneigung genommen.
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Sangerhäuser Trinitatislager und Trinität heute

Trinitatis und Trinität, was ist das eigentlich? Das fragen nicht nur Leute, die wenig Verbindung zu Kirche haben. Auch Gemeindemitglieder haben damit ihre Schwierigkeiten. Weihnachten feiern wir, daß Jesus geboren wird. Am Karfreitag wurde er umgebracht. Zu Ostern feiern wir Auferstehung und Pfingsten ,daß Gottes Geistkraft zu den Menschen kam. Aber Trinitatis?
Dabei ist es gar nicht so schwierig. Trinitatis ist lateinisch und heißt Dreieinigkeit oder Dreifaltigkeit. Die Trinität, das ist Gott Vater, Sohn und heiliger Geist, so sagen viele. Gott besteht sozusagen aus drei Personen. Dabei gab es die Trinitätslehre nicht schon immer. Sie hat sich erst ab dem 2. Jahrhundert entwickelt. Selbst Jesus hat sie nicht gekannt. Weiterlesen →

Traumhaus und Diensthaus – Konfirmationspredigt

Liebe Konfirmandinnen und Konfirmanden, liebe Angehörige, liebe Gemeinde! Auf einem der letzten Konfirmandentage haben wir darüber nachgedacht, wie ein Haus aussehen könnte, in dem ihr gern wohnen würdet. Deshalb lade ich alle ein, daß sie sich jetzt einmal ein Haus vorstellen, das gut zu ihnen paßt, ein Haus, in dem sie sich wohlfühlen und in das sie gern einziehen würden. Wie sieht Ihr Traumhaus aus? Ist es ein altes Haus, mit dicken Wänden oder Fachwerk, mit Ziegelsteinen und Stuckdecken? Ist es ein ganz modernes? Weiterlesen →

Kinder gehen weg – Predigt über den „verlorenen Sohn“

Manchmal geht ein Kind einfach weg. Aus Neugier. Weil da etwas ist, was es fasziniert und anzieht, etwas, von dem es merkt: dem muß ich jetzt nachgehen. Manchmal kommen Kinder auf diese Weise Geheimnissen auf die Spur, erstaunlichen oder auch schrecklichen. Meistens kommen sie mit tausend Fragen von ihren Ausflügen zurück, erfüllt oder verwirrt. Was sie erlebt haben, verändert sie ein klein wenig und läßt sie wachsen. Weiterlesen →

Auferstehung beginnt im Garten – Osterpredigt

Da ist er wieder, der Garten, der verlorene.
Ein Garten ist es, in dem Maria aus Magdala den Auferstandenen trifft. Auf jungem Grün, zwischen Blumen und Bäumen erscheint Jesus. Bist du der Gärtner? Maria und Jesus wandeln im Garten, so wie Gott und die Menschen im ersten Paradies umhergingen. Weiterlesen →

Menschen sind wie Brot

Menschen sind wie Brot. Meine Schwiegermutter zum Beispiel. Bei ihr gab es immer zu essen.
Wenn wir mit Sack und Pack vom Bahnhof hereinstolperten, brutzelte und köchelte schon allerlei Liebliches in den Töpfen. Wir durften zugreifen und der Tisch war reich gedeckt. Nicht nur das Kind, das Enkelkind wurde verwöhnt und umsorgt, sondern auch die geplagte Mutter; sie konnte sich ausruhen und pflegen. Überhaupt ging es bei ihr anders zu. Locker. Weiterlesen →

Silvester: Abschied als Herausforderung

Wir verabschieden uns heute vom alten Jahr. Das Jahr endet im Dunkeln und zugleich im Licht. Ist es auch sonst so mit den Abschieden im Leben? Seit uns die Nabelschnur abgeschnitten wurde, gehören sie dazu, immer wieder. Abschied vom Kindergarten, von der Schule, aus einem beruflichen Umfeld. Abschied von Menschen, die uns ans Herz gewachsen sind oder die es uns schwer gemacht haben. Abschied von einer Lebensphase, von Vertrautem, von Belastendem und Zermürbenden. Abschied von liebgewordenen Vorstellungen, von Lebenseinstellungen, vom Bild, das ich von mir selbst habe oder von anderen. Wir müssen uns immer wieder abnabeln. Abschied mit lachendem und weinendem Auge, als Schmerz und als Befreiung. Solange wir leben, verändern und wandeln wir uns, gehen auf Neues zu und begrüßen es. Solange wir leben, müssen wir uns auch verabschieden. Weiterlesen →

Josef, ein Flüchtling. Erntedankfest und Tag des Flüchtlings

Familiengottesdienst zum Erntedankfest und zum Tag des Flüchtlings

Kennt ihr die Geschichte von Josef, dem Jungen, den seine Geschwister halbtot geschlagen, verkauft und abgeschoben haben? Josef hatte eine große Familie: Jacob, der Vater, 3 Stiefmütter, 10 Stiefbrüder und der kleine Benjamin. 12 Jungs waren sie, wenn alle Geschwister an einem Tisch saßen. Josef träumte davon, im Mittelpunkt zu stehen. Er war etwas Besonderes. Josefs richtige Mutter war gestorben. Der Vater Jacob hing immer noch sehr an ihr und hatte ihr Bild vor Augen, wenn er Josef sah und den kleinen Benjamin. Alle wußten das. Weiterlesen →

Asenat, die Frau von Josef

Spielszene beim Erntedankfest und Tag des Flüchtlings mit zwei Personen (M: Interviewerin  A: Asenat)

M: O, wer kommt denn da? Das ist ja jemand aus ganz vornehmer Familie. Sie bewegt sich wie eine Priesterin. Und der teure Duft – schweres ägyptisches Parfüm. Also in die Kirche gehört sie nicht.
A: Du hast recht. Ich komme aus höchster Familie. Und mein Vater ist Priester, ägyptischer Priester.

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