August Hermann Francke

Geburtstagskind des Jahres 2023
Der 29-jährige Pfarrer August Hermann Francke war erschüttert, als er von Erfurt an den Stadtrand von Halle zog. In den Kneipen betranken sich die Männer fürchterlich, verwahrloste Kinder drückten sich in den Gassen herum. Weiterlesen

Die wahre Geschichte vom Nikolaus

Einst herrschte in der Stadt Myra in der Türkei eine große Hungersnot. Der Regen blieb aus. Erst waren die Pfützen vertrocknet, dann magerten die Tiere ab und schließlich auch die Menschen. Jeden Tag liefen die Leute zum Meer und suchten den Horizont ab. Vielleicht kommt ein Schiff vorbei, ein Getreideschiff? Nach vielen Wochen endlich ankerte endlich einige Schiffe vor der Küste, beladen mit Säcken voller Korn. Wie ein Lauffeuer breitete sich die Kunde aus, und die ganze Stadt versammelte sich erwartungsvoll am Meer.  Doch welche Enttäuschung! Weiterlesen

Wer bin ich – und wenn ja, wie viele?

Dieser philosophischer Ratgeber steht seit Wochen auf den Bestsellerlisten und beschäftigt die Leute. Es ist nicht selbstverständlich, daß und wie sich unsere Identität bildet. Es ist nicht selbstverständlich, daß sich unsere Täuflinge, unsere Konfirmandinnen und Konfirmanden zu jungen Leuten entwicken, die ihren eigenen Weg durchs Leben finden, sich Neugier und Freude bewahren und mit Krisen und Schwierigkeiten umgehen können. Wer bin ich? Weiterlesen

Ich wollt, ich wär ein Huhn

Ich wollt‘, ich wär‘ ein Huhn…
… ich hätt‘ nicht viel zu tun, ich legte vormittags ein Ei und abends wär‘ ich frei. Das war 1936. Die Hühner von damals hätten heute wohl wenig Freude. Auf 800 cmwäre dazu kaum Platz – etwa 1 A4-Blatt und eine Postkarte. Auch der Ausblick zum Hühnerhimmel kann nicht trösten: Fenster sind erst seit 2002 in neugebauten Ställen vorgeschrieben. Und statt Getreide und Würmchen zu picken wird ihnen Altöl vorgesetzt. Nach 12 bis 15 Monaten Massentierhaltung werden sie als Suppenhuhn für 1,99 in der Tiefkühltruhe verramscht. Oder sie landen gleich in der Tierkörperverwertung. Ein freudloses Leben und ein trostloser Tod. Weiterlesen

Zwei oder drei in Jesu Namen

Der Genosse drohte: „Herr Pfarrer, kümmern Sie sich in der Kirche um Ihre Religion und stellen nicht die Politik der Partei– und Staatsführung in Frage. Konzentrieren Sie sich in Ihrer Kirche auf das Beten. Für die sozialistische Gesellschaftsordnung sind wir zuständig. Dann werden wir uns besser verstehen und Sie bekommen auch Material für Ihr Kirchendach.“ Nicht nur der Pfarrer bekam das zu hören. Auch Gemeindemitgliedern wurde immer wieder vorgeworfen, sie mißbrauchten ihren Glauben, wenn sie sich einmischten. Doch Beten und im Namen Jesu zusammen sein beschränkt sich nicht auf eine Stunde am Sonntag Morgen.
Jugendliche trugen den Aufnäher „Schwerter zu Pflugscharen“ am Ärmel und lösten in der Schule Diskussionen aus. Weiterlesen

Herz-Schätze

Auf dem Nachttisch meiner Oma standen ein Wecker und eine Keksdose. Letzterer galt mein besonderes Interesse. Die Dose glänzte und beinhaltete Plätzchen mit einem roten Marmeladenpunkt in der Mitte. Zu besonderen Gelegenheiten durfte ich den Deckel aufmachen und ein Plätzchen naschen. Für die Oma dagegen war der Wecker wichtig. Nicht nur weil er schön laut klingelte. „Der ist noch aus der Heimat“, sagt sie immer.
Die Heimat gab es nicht mehr. Weiterlesen

Was haben Sie zu sagen?

Was haben Sie zu sagen?
Reden ist Silber, Schweigen ist Gold – das gilt nur manchmal. Etwa für die, die zu allem ihren Senf dazugeben. Oder für Leute, die zwar viele Worte machen, aber im Grunde dabei nicht sagen. Was haben sie eigentlich gemeint, denke ich hinterher. Hätten sie sich nicht kürzer fassen können, statt denen, die zuhören, die Zeit zu stehlen?
Statistiken zeigen, daß in Diskussionen Männer länger zu Wort kommen als Frauen – übrigens auch in Gemeindekirchenräten. Viele, die sich zurückhalten, trauen sich nicht. Sie haben Angst, daß sie sich nicht so gut ausdrücken können, oder halten ihre Gedanken für zu unbedeutend. Wie lebendig würde es, wenn sie den Mund aufmachten! Wenn wir den anderen zeigen, was uns bewegt, können wir viel bewegen. Weiterlesen

Was uns umgibt

Haben Sie heute schon Ihre Umgebung wahrgenommen?
Was sehen, hören, riechen, fühlen Sie? Was befindet sich um Sie herum in Ihrer Nähe? Und haben Sie etwas Schönes entdeckt?
Womit wir uns umgeben, das gehört zu uns. Es ist so individuell wie wir selbst. Unser Platz, unsere Wohnung, unser Haus erzählt etwas von uns. Weiterlesen

Begegnung – Maria und Elisabeth

Wann sehen wir uns wieder, heißt es am Ende von Familientreffen. Dann werden die Kalender hervorgeholt und der Termin dick angestrichen. Wenn sich beim nächsten Mal alle in die Arme fallen, ist die Freude groß. spannend ist es, wenn sich alte Freunde nach langen Jahren wiedertreffen oder eine Schulklasse bei der Goldenen Konfirmation. Wiedersehen macht Freude.
Aber nicht alle Leute möchten wir wiedersehen. Weiterlesen