Entwaffnende Ostern: Soldaten fallen einfach um.

Wann passiert es schon einmal, daß Soldaten vor Schreck umfallen? Sie schlottern, bis die Rüstung scheppert, das Visier klappt herunter und die Schwerter poltern zu Boden. Ein Bild zum Lachen, dabei sollen sie doch Angst und Schrecken verbreiten. Das ist doch ihre Aufgabe als Soldaten. Weiterlesen

Josef, ein Flüchtling. Erntedankfest und Tag des Flüchtlings

Familiengottesdienst zum Erntedankfest und zum Tag des Flüchtlings

Kennt ihr die Geschichte von Josef, dem Jungen, den seine Geschwister halbtot geschlagen, verkauft und abgeschoben haben? Josef hatte eine große Familie: Jacob, der Vater, 3 Stiefmütter, 10 Stiefbrüder und der kleine Benjamin. 12 Jungs waren sie, wenn alle Geschwister an einem Tisch saßen. Josef träumte davon, im Mittelpunkt zu stehen. Er war etwas Besonderes. Josefs richtige Mutter war gestorben. Der Vater Jacob hing immer noch sehr an ihr und hatte ihr Bild vor Augen, wenn er Josef sah und den kleinen Benjamin. Alle wußten das. Weiterlesen

Asenat, die Frau von Josef

Spielszene beim Erntedankfest und Tag des Flüchtlings mit zwei Personen (M: Interviewerin  A: Asenat)

M: O, wer kommt denn da? Das ist ja jemand aus ganz vornehmer Familie. Sie bewegt sich wie eine Priesterin. Und der teure Duft – schweres ägyptisches Parfüm. Also in die Kirche gehört sie nicht.
A: Du hast recht. Ich komme aus höchster Familie. Und mein Vater ist Priester, ägyptischer Priester.

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Katharina Zell – Straßburger Pfarrfrau und Predigerin der Reformation

Die traut sich was, steckten die Bürgersfrauen am Portal des Straßburger Münsters die Köpfe zusammen, so jung und schreibt dem Bischof kritische Briefe! Die, das war Katharina, die Tochter von Schreinermeister Schütz. Ohne Frage, Kathrina war schon als Kind ungewöhnlich aufgeweckt und wissbegierig. Ihre Eltern förderten sie, finanzierten sogar Griechischunterricht. Weiterlesen

Samuel Müller, Superintendent und Stadtchronist – 350. Todestag am 22.7.2012

Heute vor 350 Jahren starb der Superintendent und Chronist Samuel Müller. Sein Epiptaph ist das zweite links vom Altar. Wir erinnern in diesem Gottesdienst an ihn und werden danach aus seiner Chronik lesen.

Die Erinnerung ist ein eigen Ding. Es ist manchmal merkwürdig, was uns im Gedächtnis haften bleibt von all dem, was uns verwundert, erfreut oder verletzt hat, und es ist ebenso merkwürdig, was uns entfällt oder was sich im Rückblick verschiebt. Vieles verdrängen wir, in unserem Leben, aber auch als Volk, als christliche Kirche; manches möchten wir gern vergessen und können es nicht, können es noch viel weniger ungeschehen machen. Weiterlesen

Samuel Müller, Superintendent und Stadtchronist (Spielszene)

Spielszene: Samuel Müller (S) und seine Frau Anna-Maria Müller (A)
Lied: EG 321,1-3 Nun danket alle Gott

S (bewegt und erfreut): Bekannte Klänge ! Und bekannte Worte!  (schaut sich um, staunt) Es hat sich fast nichts verändert!!
A Jetzt übertreibst du aber! Wenigstens diese Leute sind doch völlig unbekannt!! Stelle dich doch wenigstens einmal vor!
S: Samuel Müller. 1592 geboren. Seit 1625 Superintendent von Sangerhausen, 37 Jahre lang. Am 22. Juli 1662 gestorben.
A Anna Maria Müller. Geboren um 1600. Ich habe 27 Jahre länger als du gelebt und kann dir noch einige Neuigkeiten erzählen. Ich war es auch, die deinen Grabstein gesetzt hat. Siehst du, dort drüben. Der ist neu. Den kennst du noch nicht. Weiterlesen

Friedenstaube und Pfingstfenster von Wilhelm Schmied

Die Taube ist das erste Hoffnungszeichen für Noah und die Seinen in der Arche. Sie ist das Hoffnungszeichen nach einer furchtbaren Naturkatastrophe, nach einer langen Irrfahrt, einer unsanften Landung und nach Wochen des Wartens. Sie haben überlebt, als einzige, ja. Aber werden sie auch weiterleben können? Denn noch ist nicht sicher, ob die verwüstete Erde überhaupt noch Lebensraum bietet oder ob sie nicht unwirtlich bleibt, ob sie so zerstört und verpestet ist wie in diesen Wochen die Küsten im Golf von Mexiko durch das Öl aus dem Bohrloch. Weiterlesen

Michael, der Seelenwäger. Predigt am Totensonntag

Liebe Gemeinde, sehen Sie links oben sehen die Reste des Wandgemäldes? Es ist ein Engel im wallenden Gewand. Doch er ist anders als die Engel auf Weihnachtsbildern dargestellt, auf unserer Kanzel oder an der Orgel. Er trägt eine Waage in der Hand und ein Schwert ist zu sehen. Er ist nicht lieblich, sondern zeigt ein anderes Gesicht. Es ist Michael, der Erzengel, oder auch Michael, der Seelenwäger. Waage und Schwert sind meist das Attribut der Gerechtigkeit, die nicht nach dem Ansehen urteilt. Hier, bei Michael, erinnert es an den Tod. Weiterlesen