Als Jesus einfach weg ging – Konfirmationspredigt zum 12-jährigen Jesus im Tempel
Ich tu, was ich tu; und du tust, was du tust. Du bist du, und ich bin ich. Schön, wenn wir uns finden. (angelehnt an Fritz Perls) . Diesen Spruch hatte sich meine Kommilitonin Susanne an ihre Zimmertür gehängt, wohl weil er ihre Erfahrungen mit Beziehungen ausdrückte: Wie Menschen zueinander finden, aber wie sich die Wege auch wieder trennen. Auch unsere Ostergeschichte heute können wir als Beziehungsgeschichte lesen: Weiterlesen
Blut ist Tod
Christi Blut für dich gegeben, sagen wir beim Abendmahl.
Es ist Blut geflossen – das ist eine Ankündigung für Schlimmes. Menschen wurden verletzt oder gar getötet. Blut vergießen, damit verbinden wir Leid, das wir uns selbst zufügen und das hätte vermieden werden können. Es ist sinnlos, und das macht uns ohnmächtig und lähmt uns. Weiterlesen
Meine heimliche Liebe gilt London. Big Ben, die Themse, die Doppeldecker-Busse, das Britische Museum, das Harrods-Kaufhaus, der Highgate-Cemetry mit dem Grab von Karl Marx … Auch wenn es mit meinem Englisch, gelinde gesagt, erbärmlich hapert – ich lasse mich gern treiben in dieser bunten und schrillen Stadt mit den vielen Gesichtern und unterschiedlichen Kulturen. Weiterlesen
Von wem ist denn nun dein Kind, Maria?
Einmal erzählen sie, als es passierte, warst du eigentlich mit Josef zusammen, aber er war nicht der Vater.
Deshalb wollte er Schluss machen – natürlich nur zu deinem Besten, wie er sagte.
Und es musste erst ein Wunder geschehen, damit er dich nicht mit deinem dicken Bauch sitzen lässt. Weiterlesen
Das Jahr 1741 war in Sangerhausen durchaus ein durchschnittliches Jahr. Zwar wurden in der Jacobi-Kirche 56 Leute zu Grabe getragen, aber es wurden auch 53 Kinder geboren, und 25 Paare heirateten. In der Ulrich-Gemeinde wird es nicht viel anders gewesen sein. Es war ein durchschnittliches Jahr. Weiterlesen
Samuel ist ein Wunschkind, langersehnt, langerbetet, erwartet und willkommen geheißen – so wie wir es für alle Kinder hoffen und wie wir es auch für die Kinder in Kinderheimen wünschen würden; vielleicht wäre dann solche Einrichtungen heute gar nicht mehr nötig.
Und Wunschkinder brauchen selbständige, starke Eltern, die in sich gefestigt sind, damit sie nicht nur so etwas wie lebendes Spielzeug für die Eltern sind, damit die Kinder nicht nur die unbewußten Sehnsüchte und Träume der Eltern erfüllen müssen, sondern sein können, wie sie sind. Wunschkinder brauchen Eltern, die die Kraft und die Größe haben, ihnen einen Raum zu ermöglichen, in dem sie aufwachsen können zu eigenen Persönlichkeiten. Aber die Wirklichkeit, die ist nicht immer so. Weiterlesen
„Wie Sie erfolgreich Menschen manipulieren“, das mußt du unbedingt lesen, drückte mir jemand ein Buch in die Hand. Die Weichen stellen wir schon, wenn wir etwa eine Gaststätte betreten: Keinesfalls mit dem ersten Tisch vorliebnehmen, den die Kellnerin anbietet, sondern erst auf den 2. oder 3. Vorschlag eingehen. Sofort die Getränkekarte verlangen, die Kellnerin in ein Gespräch über die Spezialitäten des Hauses verwickeln, notfalls nach dem Koch fragen. So gilt es dem Personal von vornherein klarzumachen, dass es nicht ruhen noch rasten darf, um alle Wünsche schleunigst zu erfüllen. Weiterlesen
Am Eingang haben Sie ein Weihnachtsbild bekommen: Maria und Josef mit dem Jesuskind. Die Mutter sitzt auf einem Esel, sie sind auf dem Weg. Das Kind schmiegt sich an Maria an, die Mutter hält es sicher im Arm und betrachtet es, es fühlt sich geborgen. Josef führt ihn, in der einen Hand die Zügel, in der anderen den Wanderstab. Ein Engel hält schützend seine Hand über die drei und begleitet sie.
Ein Bild des Friedens – wenn es nicht das Bild einer Flucht wäre, der Flucht vor dem Tod, der Flucht vor tödlicher Bedrohung, der Flucht in eine ungewisse Zukunft. Weiterlesen