Das Recht ströme wie Wasser, die Gerechtigkeit wie ein nie versiegender Bach.
Schön wär’s, waren sich die Frauen im Großmütterkreis einig, meistens strömt ganz anderes: Ungerechtigkeit, Bereicherung, Gewalt. Aber es kommt auch auf uns an, wie wir miteinander leben.
Das war zu Zeiten des Amos nicht anders: Die Reichen wurden immer reicher, die Armen verschuldeten sich bis über die Ohren. Weiterlesen
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Kostbare Stille
Ruhe!!!
Im alten Rom soll es sich nicht angenehm gewohnt haben: Der Krach von rumpelnden Karren und Händlern riß die Leute im Morgengrauen aus dem Schlaf; die engen Straßen waren tagsüber oft verstopft, und abends hallten sie wieder vom Gegröle in den Tavernen und den Schlägereien Betrunkener. Wer das entsprechende Kleingeld hatte, baute eine Villa auf dem Lande. Dort gab es Ruhe und gesunde Luft. Weiterlesen
Johann Metze – Küster und Kanzelträger
Theaterszene zu Johann Metze, Küster (gest. 1601) und Kanzelträger
(M: Johann Metze; I: Inverviewerin)
Pfarrerin: Wie Sie sehen, haben wir heute das Fernsehen zu Gast in der Jacobikirche. Die Techniker sind noch am Aufbauen, die Mikros müssen noch freigeschaltet werden, ich hoffe, dass nun alles klappt mit der Technik. Ja, und nun schalten wir um von Sangerhausen nach … Sangerhausen! Weiterlesen
Samuel Müller und der 30-jährige Krieg in Sangerhausen
In unserer Kirche ist ein Ehepaar, das uns wohl mehr über den Krieg erzählen könnte als jede/r andere. Der Mann hat darüber sogar zwei dicke Bücher geschrieben. Kennen Sie die beiden? Es sind Samuel Müller, im 17. Jahrhundert Superintendent in Sangerhausen, und seine Frau Anna Maria. Beide sind in Kirche begraben An ihn erinnert das 2. Epitaph links vom Altar, an sie die Holztafel gegenüber der Kanzel. Weiterlesen
Der Geist von St. Jacobi
Natürlich hat der Jacobi-Turm in Sangerhausen auch einen Geist. Zu jedem alten Gemäuer gehört ein Geist, und zu einem Kirchturm sowieso. Von unserem wurde in den Sagenbüchern bisher nicht berichtet, denn meistens ist er unsichtbar – so wie sich das für einen echten Geist gehört. Er treibt im Verborgenen sein Wesen. Selbst für einen Geist ist das heutzutage Schwerstarbeit, denn wir sind ja eine moderne und aufgeklärte Zeit. Wer glaubt schon noch an Geister?! Weiterlesen
Als Jesus einfach weg ging – Konfirmationspredigt zum 12-jährigen Jesus im Tempel
Maria von Magdala: Ostern als Begegnung
Ich tu, was ich tu; und du tust, was du tust. Du bist du, und ich bin ich. Schön, wenn wir uns finden. (angelehnt an Fritz Perls) . Diesen Spruch hatte sich meine Kommilitonin Susanne an ihre Zimmertür gehängt, wohl weil er ihre Erfahrungen mit Beziehungen ausdrückte: Wie Menschen zueinander finden, aber wie sich die Wege auch wieder trennen. Auch unsere Ostergeschichte heute können wir als Beziehungsgeschichte lesen: Weiterlesen
Mein Blut – Blut der Frauen, Blut der Geburt, Blut der Rettung
Blut ist Tod
Christi Blut für dich gegeben, sagen wir beim Abendmahl.
Es ist Blut geflossen – das ist eine Ankündigung für Schlimmes. Menschen wurden verletzt oder gar getötet. Blut vergießen, damit verbinden wir Leid, das wir uns selbst zufügen und das hätte vermieden werden können. Es ist sinnlos, und das macht uns ohnmächtig und lähmt uns. Weiterlesen
Blick über den Kanal
Meine heimliche Liebe gilt London. Big Ben, die Themse, die Doppeldecker-Busse, das Britische Museum, das Harrods-Kaufhaus, der Highgate-Cemetry mit dem Grab von Karl Marx … Auch wenn es mit meinem Englisch, gelinde gesagt, erbärmlich hapert – ich lasse mich gern treiben in dieser bunten und schrillen Stadt mit den vielen Gesichtern und unterschiedlichen Kulturen. Weiterlesen