Catharina Schillingstedt – 400. Todestag 2013 – und Caspar Tryller

11.8.2013  – 400. Todestag von Catharina Schillingstedt (Ehefrau von Caspar Tryller)

Wie haben die Menschen vor 400 Jahren gelebt? Worüber haben sie sich gefreut, was hat sie erstaunt, worüber haben sie gelacht, wovon haben sie geträumt? Von den meisten wissen wir nicht einmal die Namen, nur von wenigen ist etwas geblieben. Weiterlesen

Catharina Schillingstedt und Caspar Tryller

Spielszene mit   1 Catharina Schillingstedt   und   2 Caspar Tryller

(Caspar Tryller sitzt und schreibt:)
Was meinen Ehestand anbelangt, hat sich begeben, dass 1565, als ich auf der Leuchtenburg noch Amtsschreiber gewesen bin, auf einer Feier bei Magister Schillingstädt in Merseburg zu seiner Tochter, Jungfrau Catharinen, die ich doch zuvor mit Augen nicht gesehen, nach Anrufung Gottes eine sonderliche Zuneigung genommen.
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Josef, ein Flüchtling. Erntedankfest und Tag des Flüchtlings

Familiengottesdienst zum Erntedankfest und zum Tag des Flüchtlings

Kennt ihr die Geschichte von Josef, dem Jungen, den seine Geschwister halbtot geschlagen, verkauft und abgeschoben haben? Josef hatte eine große Familie: Jacob, der Vater, 3 Stiefmütter, 10 Stiefbrüder und der kleine Benjamin. 12 Jungs waren sie, wenn alle Geschwister an einem Tisch saßen. Josef träumte davon, im Mittelpunkt zu stehen. Er war etwas Besonderes. Josefs richtige Mutter war gestorben. Der Vater Jacob hing immer noch sehr an ihr und hatte ihr Bild vor Augen, wenn er Josef sah und den kleinen Benjamin. Alle wußten das. Weiterlesen

Asenat, die Frau von Josef

Spielszene beim Erntedankfest und Tag des Flüchtlings mit zwei Personen (M: Interviewerin  A: Asenat)

M: O, wer kommt denn da? Das ist ja jemand aus ganz vornehmer Familie. Sie bewegt sich wie eine Priesterin. Und der teure Duft – schweres ägyptisches Parfüm. Also in die Kirche gehört sie nicht.
A: Du hast recht. Ich komme aus höchster Familie. Und mein Vater ist Priester, ägyptischer Priester.

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Elisabeth: Gerecht essen

Wie sollen wir essen?
Es war einmal eine Königstochter, die lebte mit ihrem Prinzen auf einer hohen Burg. Sie liebten sich inniglich, und wenn sie zum Essen in den Saal schritten, hielten sie sich bei der Hand.
Als alle bei Tisch saßen, sprach der Graf das Dankgebet, und die Schüsseln wurde aufgetragen: Gerstenmus, dampfende Gemüsesuppe und süßer Hirsebrei. Weiterlesen

Katharina Zell – Straßburger Pfarrfrau und Predigerin der Reformation

Die traut sich was, steckten die Bürgersfrauen am Portal des Straßburger Münsters die Köpfe zusammen, so jung und schreibt dem Bischof kritische Briefe! Die, das war Katharina, die Tochter von Schreinermeister Schütz. Ohne Frage, Kathrina war schon als Kind ungewöhnlich aufgeweckt und wissbegierig. Ihre Eltern förderten sie, finanzierten sogar Griechischunterricht. Weiterlesen

Unser Körper – ein Tempel

Früher wurde den kleinen Jungs und Mädchen die Hände über der Bettdecke festgebunden, damit sie nicht onanierten. Es wurde ihnen verboten. Sie würden blödsinnig werden. Gott würde auch im Dunkel alles sehen, was sie machen. Alles, was „unten“ war, war schmutzig. Es gab keine Worte dafür.
Seit Siegmund Freud wissen wir, dass Sexualität zum Leben dazugehört. Sie ist eine der großen Triebkräfte. Sie wegzudrängen und nicht darüber zu reden, kann Menschen krank machen. Weiterlesen

Ungehorsam. Predigt zur Ausstellung „Jugendopposition in der DDR“

Liebe Gemeinde, Ungehorsam hat einen schlechten Ruf. Kinder, die in der Schule zu viel hinterfragen, gelten schnell als aufsässig oder schwierig. Eltern, die nicht durchgreifen, sondern mit den Sprößlingen lange diskutieren, ob es zu Oma geht oder wie sie sich zu benehmen haben, riskieren herablassende oder mitleidige Blicke. Natürlich wollen wir mit der Rohrstock-Pädagogik vergangener Generationen nichts zu tun haben. Aber gehorchen sollen Kinder trotzdem können. Weiterlesen

Tischdienst in Korinth – Diakonie

Pfingsten ist der Geburtstag der Kirche. Aber wie ging es weiter? Wir wandern zurück in das Jahr 50. Die 1. Gemeinde in Jerusalem ist gewachsen. Da sind die, die schon immer da waren, jüdische Männer und Frauen, die in Jesus den Retter erkannt haben – manche von ihnen haben Jesus noch selbst erlebt. Es gibt auch Zugezogene. Sie kommen aus jüdischen Gemeinden im ganzen römischen Reich, aus Rom, aus Korinth, aus Städten überall dort, wo es jüdische Auslandsgemeinden gibt. Dort, in nichtjüdischer Umgebung, haben sie auch anders gelebt als die Leute hier in Jerusalem. Hier sind sie zu der Gemeinde gestoßen und bilden eine eigene Gruppe mit eigener Prägung. Weil sie griechisch sprechen, werden sie Griechen genannt und die Eingesessenen, die nur Hebräisch können, Hebräer. Nach der Arbeit treffen sich abends alle in Hausgemeinden, essen gemeinsam, beten und singen. Weiterlesen